Mit Sicherheit in die "Private Cloud" - der Nebel lichtet sich

Es gibt heute schon Technologien, mit denen die IT völlig anders „gebaut" werden kann - sehr schnell anpassbar und hoch skalierbar.

Die aktuellen technischen Möglichkeiten erlauben die Verlagerung vieler Konfigurations- und Integrationsaktivitäten auf eine virtuelle Ebene und ersparen damit nicht nur Zeit und Geld
Die aktuellen technischen Möglichkeiten erlauben die Verlagerung vieler Konfigurations- und Integrationsaktivitäten auf eine virtuelle Ebene und ersparen damit nicht nur Zeit und Geld

Man stelle sich IT-Dienste wie einen Pool an virtuellen Bausteinen oder kompletten Bauelementen vor, die standardisiert über ein internes Portal verfügbar sind. Für die Erstellung neuer IT-Services müssen Komponenten nicht mehr physisch beschafft, sondern einfach nur aus einem Katalog ausgewählt werden. Diese höchst flexible Anpassung der IT an aktuelle Anforderungen ist heute mit einer Private-Cloud-Infrastruktur möglich. Hochsicher und hochverfügbar. Virtualisierte Umgebungen bilden die Basis für die „neue IT".

In den meist von „Public Clouds" dominierten Zukunftsszenarien, geht ein sehr positiver Aspekt für die interne Nutzung des Cloud Computing oft unter. Dabei gibt es heute schon verfügbare Technologien für die Unterstützung von hoch leistungsfähigen und hochsicheren „Private Clouds" - in Form von Standardisierung und Automatisierung. Die aktuellen technischen Möglichkeiten erlauben die Verlagerung vieler Konfigurations- und Integrationsaktivitäten auf eine virtuelle Ebene und ersparen damit nicht nur Geld und Zeit. Sie bringen auch deutlich höhere Flexibilität und signifikant schnellere Anpassbarkeit der IT an neue Anforderungen.

 

Virtualisierung als Basis
„In der Private Cloud kann man einerseits neue IT-Services sehr rasch und sicher zur Verfügung stellen - innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden. Andererseits lassen sich bestehende Services mit wenigen Befehlen nahezu unbegrenzt skalieren", erklärt Manfred Pichlbauer, Consultant für IT-Infrastruktur bei Bacher Systems. Viele Unternehmen verfügen schon über wichtige Voraussetzungen für den Weg in die Private Cloud. Mehr als 90 Prozent der von Bacher Systems betreuten Unternehmen haben bereits Teilbereiche ihrer IT-Landschaft konsolidiert und virtualisiert.

Weniger Strom, mehr Platz
Der erste Schritt in die Private Cloud ist die vollständige Virtualisierung aller IT-Dienste. Werden Applikationen wie ERP, Webservices oder Kollaboration-Services als getrennte Systeme geführt, hat dies den Nachteil, dass jeweils die gesamte Kapazität zur Verfügung gestellt werden muss und selten ausgeschöpft wird. Durch vollständige Virtualisierung können Lastspitzen optimal verteilt und Ressourcen gemeinsam genutzt werden. Energie-, Raum- und Betriebskosten im Rechenzentrum gehen deutlich zurück.

Ohne Beschaffungszyklen...
Zusätzlich lassen sich neben Servern auch andere Komponenten virtualisieren. „Die traditionellen Beschaffungszyklen für IT- Komponenten sind im Rahmen einer Private Cloud in virtualisierter Umgebung nicht mehr erforderlich. Und es gibt auch keine Lieferzeiten, die den Projektfortschritt gefährden können.", erklärt Manfred Pichlbauer.

Ein weiterer wichtiger Baustein in der Private-Cloud-Infrastruktur ist die Standardisierung, wodurch der Nutzungsgrad einer virtualisierten Umgebung weiter gesteigert wird. Der Einsatz von Vorlagen erlaubt eine schnelle Bereitstellung der Systeme, weil Routinetätigkeiten wie Installation und Konfiguration automatisiert erfolgen. Zu möglichen standardisierten Funktionen gehören Migration im laufenden Betrieb, automatisches Failover, Cloning, Online-Backup oder Datenreplizierung. Dies schafft eine homogene IT, mindert Fehlerquellen und hilft, die Kosten noch weiter zu senken.

Routinearbeit erledigt!
Standardisierte Systeme schaffen gleichzeitig die Grundlage für automatisierte Abläufe, wodurch vordefinierte Aufgaben von der IP-Adressvergabe bis zum Live Cycle Management vollautomatisch durchgeführt werden.

Selbstbedienung per Katalog
Schließlich werden die benötigten Service Level definiert. Ein Gold Level könnte zum Beispiel ein hochverfügbares und hochperformantes System umfassen, ein Bronze Level hingegen Server mit langsameren Plattenzugriffen. Im Rahmen einer Private Cloud wird der gesamte Pool von virtualisierten und standardisierten Systemen und Komponenten inklusive der verfügbaren Service Level über ein Management-Portal übersichtlich abgebildet. So können Administratoren ganz einfach aus einem Katalog per mit Drag and Drop neue IT-Services mit dem gewünschten Service Level aktivieren - vom Testsystem bis hin zur kompletten SharePoint-Landschaft. IT-Kosten lassen sich hier nachvollziehbar darstellen, so dass die konsumierten Ressourcen einzelner Abteilungen direkt verrechnet werden können.

Die neue Kostentransparenz bildet auch die Grundlage für Entscheidungen, ob IT-Services besser im Rahmen einer Private Cloud oder via Public Cloud bezogen werden sollten. Mit Konnektoren ist auch die Verbindung von Private und Public Clouds möglich. Durch Angleichen von Standards können IT-Services je nach Bedarf von der internen in die externe „Wolke" verschoben werden und umgekehrt.

Vom Cost-Center zum Profit-Center
Cloud Computing wird die Bereitstellung von IT-Services revolutionieren. Die Experten von Bacher Systems begleiten Unternehmen individuell bei ihren Schritten in die Private Cloud: Zum Einsatz kommen leistungsfähige Technologien wie VMware vSphere, VMware vCloud Director, VMware vShield, Checkpoint VE, Radware vADCTM. „Jeder einzelne Schritt in Richtung Private-Cloud-Infrastruktur bringt schon spürbare Verbesserungen. „Ziel ist das Rechenzentrum als serviceorientiertes Profit-Center", erklärt Manfred Köteles, Geschäftsführer von Bacher Systems. „So wird die IT zum Business Enabler, der messbar zum Unternehmenserfolg beiträgt."