„Unterwegs“ Firmenanwendungen schnell und sicher nutzen: mit Application Delivery
Dadurch steigt auch die Erwartungshaltung gegenüber der Enterprise IT. Ob Homeworking, Außendienst oder Regionen - übergreifende Zusammenarbeit - sehr oft wird das Remote-Arbeiten mit Firmenanwendungen über schwache Datenverbindungen als "mühsam" empfunden.
Application Delivery ermöglicht hier eine intelligente Lastverteilung bei gleichzeitiger Datenkomprimierung und somit schnelles und sicheres Arbeiten von unterwegs und im Home Office.
Die zunehmende Komplexität von Anwendungen sowie die Intelligenz der Applikationsprotokolle, von HTTP bis MAPI, benötigt mehr als traditionelles Lastverteilen im Rechenzentrum. Lag in der Vergangenheit das Hauptaugenmerk von Loadbalancern auf dem Verteilen von Anfragen auf mehrere Server, steht heute der Konsument der Services im Vordergrund: Application Delivery ermöglicht das unterbrechungsfreie, performante und sichere zur-Verfügung-stellen von Anwendungen.
Enterprise versus Consumer
Als Trend wird erkennbar, dass die Enterprise IT zunehmend von Erwartungshaltungen aus der Consumer IT geprägt wird: Im Web-2.0-Zeitalter können Informationen einfach und schnell erhalten, verwendet und verteilt werden. Die Grundidee des Datenaustausches liegt beiden Welten zu Grunde. Mit einem Unterschied: Liegen in Unternehmen die Daten oft starr in separaten Datenbanken oder Filesystemen, können Privatanwender im Consumer-Bereich unzählige Datenquellen dynamisch miteinander verknüpfen, Informationen generieren und teilen. So ergeben sich nahezu grenzenlose Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Die Enterprise IT beginnt, sich zunehmend daran zu orientieren, um eine reibungslose Zusammenarbeit in allen Bereichen des Unternehmens zu forcieren. Die Verbesserung der Anbindung von Homeworking-Arbeitsplätzen gehört genauso dazu, wie die volle Verfügbarkeit relevanter Firmenanwendungen im Außendienst, auf Dienstreisen oder im Rahmen der überregionalen Zusammenarbeit.
Langsamer Zugriff von außen
Oft können Applikationen - zwar intern performant über das LAN genutzt werden, verlieren aber bei Zugriff „von außen" über WAN oder Internet deutlich an Performance. „Es sind oft alltägliche Tätigkeiten, die beim Remote-Zugriff zu Zeiträubern mutieren. Mitunter kann sogar das Auffinden und Öffnen eines einfachen Text-Dokuments wertvolle Minuten kosten, wenn über schwache Datenverbindungen das richtige Verzeichnis am File-Server angesteuert werden muss", erklärt Markus Hofbauer, Consultant für IT-Security bei Bacher Systems. Die mobile Nutzung von Services beschränkt sich im Unternehmensumfeld derzeit häufig auf wenige ausgesuchte Dienste. Hier gibt es bereits etablierte Lösungen, um E-Mails oder Termine Consumer-IT-gerecht anzubieten. Viel schwieriger ist es aber, sämtliche IT-Dienste des Unternehmens in gleicher Qualität und Sicherheit zu den Benutzern zu bringen.
Zwei Technologien - ein Ziel
Genau hier setzt Bacher Systems mit ‚Service Application Delivery‘ an: Durch spezielle Optimierungstechnologien werden die LAN-basierenden Protokolle WAN-fähig gemacht und Anwendungen, abhängig von ihren spezifischen Eigenschaften, auf Daten- und Applikationsplattformen verteilt. Vor diesem Hintergrund besteht Application Delivery im Wesentlichen aus zwei Technologien: WAN-Optimierung und Application Delivery Contoller. Ziel ist die Realisierung folgender Anwendungseigenschaften:
• Verfügbarkeit
• Sicherheit
• Performance
• Nachvollziehbarkeit
WAN-Optimierung
Die Leitungsqualität und Bandbreite externer Anbindungen an das Firmennetzwerk sind meist sehr unterschiedlich - Mobilfunk, Telefonkabel oder einfach nur eine große Entfernung sind Faktoren, die die effektive Übertragungsgeschwindigkeit empfindlich reduzieren können.
WAN-Optimierung gleicht die schlechten Eigenschaften solcher Verbindungen effektiv aus. Durch verschiedenste Optimierungsmethoden werden Anwendungsprotokolle wie HTTP, CIFS oder MAPI sozusagen WAN-fähig gemacht. Dabei werden die zu übertragenden Daten durch Deduplizierung und Komprimierung auf ein Minimalvolumen gebracht und bei Bedarf verschlüsselt. Die Effekte sind sowohl für die Mitarbeiter als auch für die IT-Abteilung signifikant: Benutzer können Anwendungen dadurch von überall mit der gewohnten LAN-Qualität erleben, wobei gleichzeitig die WAN-Leitungen entlastet werden. Teure Erhöhungen der Bandbreite bleiben erspart die in der Regel ohnehin nicht den gewünschten Erfolg bringen. Auch bei Datenreplikation zwischen Rechenzentren spielt diese Technologie ihre Stärken voll aus und beschleunigt den Vorgang spürbar.
ADCs verbessern Sicherheit
Die Funktionalität des Loadbalancing ist bei Application Delivery Controllern eine wichtige Basis, steht aber heute nicht mehr allein im Vordergrund. Speziell der Trend zu webbasierenden Applikationen fordert unter anderem ein perfektes Handling von HTTP und allen damit realisierten Anwendungen. Ob Beschleunigung, Komprimierung oder Optimierung - ADCs kombinieren verschiedenste Methoden zur intelligenten Datenverarbeitung.-
An jedem Ort der Welt
Unter dem Titel Application Delivery kombiniert Bacher Systems die Technologie der WAN-Optimerung mit dem Einsatz von Application Delivery Controllern. Durch diese wirksame Kombination wird eine durchgängige Optimierung der Verbindungswege vom Mitarbeiter zu den Applikationen geschaffen. Erst dann kann das angestrebte Ziel erreicht werden: Dem Benutzer an jedem Ort der Welt die unternehmensrelevanten Anwendungen schnell, performant und sicher zur Verfügung zu stellen. Markus Hofbauer betont: „Mitarbeiter effektiv zu verbinden, ist richtungsweisend. Auch Verbindungen von außen und das Remote-Arbeiten mit Firmenanwendungen müssen als performant erlebt werden. Sonst geht die Aktzeptanz bei den Benutzern verloren."
