Virtuelle Server geben neuen Freiraum
Woher kommt es, dass in Rechenzentren der Bedarf an virtuellen Servern stark ansteigt? Die Antwort ist in der flexibleren Administration zu finden: Virtuelle Server bieten ihren Applikationen oder Diensten virtuelle Umgebungen, die sich wie physische Server verhalten - aber eben virtuell sind und damit an keine fix vorgegebene Hardware gebunden sind. Die Virtualisierung erfolgt im Prinzip so, dass mittels entsprechender Software ein oder mehrere physische Server in virtuelle Server umgruppiert werden. Ein entscheidendes Argument für diese Vorgangsweise ist, dass sie ein hohes Maß an Flexibilität bei geringem Administrationsaufwand mit sich bringt. So ist etwa die Einrichtung und Dimensionierung eines neuen virtuellen Servers praktisch mit ein paar Mausklicks erledigt. Die dadurch gewonnenen Freiheitsgrade werden aus mehreren Gründen geschätzt: Arbeitet man mit konventionellen, physischen Servern, so ist es unmöglich, die Hardware auch nur annähernd voll auszunützen. Um entsprechende Reserven für Auslastungsspitzen verfügbar zu halten, kann ein physischer Server im Durchschnitt nur innerhalb von 20% bis 40% seiner tatsächlichen Kapazität betrieben werden. Das ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine fürchterliche Verschwendung, die mit virtuellen Servern gestoppt wird. Durch Virtualisierung wird es möglich, die Hardware bis zu 80% zu nützen. Ein zweiter, wichtiger Grund für den Trend in Richtung virtuelle Server ist der Umstand, dass in Rechenzentren Server mit den verschiedensten Betriebssystemen gebraucht werden. Denn viele Applikationen verlangen ganz bestimmte Betriebssysteme oder -versionen. Mit dem Konzept der virtuellen Server ist es leicht möglich, die jeweils geforderte Plattform auf einfache Weise herzustellen.
Virtuelle Server von Bacher Systems
Wenn in einem Rechenzentrum virtuelle Server eingeführt werden sollen, dann gibt es eine wichtige Grundforderung: Die Lösung muss einfach zu verwalten und auch bei voller Ausnutzung ihrer Möglichkeiten stabil sein. Es wäre kontraproduktiv, wenn man die Vorteile virtueller Server nur um den Preis eines hohen Administrationsaufwands oder einer wackligen Umgebung zur Geltung bringen könnte. Die IT-Infrastruktur Experten von Bacher Systems haben daher eingehend recherchiert und getestet, welche Komponenten sich für den Aufbau einer virtuellen Server-Umgebung tatsächlich in der Praxis bewähren. Das Ergebnis ist eine ausgereifte Lösung, die über die in modernen Rechenzentren geforderte Stabilität verfügt. Mit Hilfe der Software ESX von VMware wird über den physischen Server eine Virtualisierungsebene eingezogen (siehe Abbildung). Sie ist für die Realisierung und Verwaltung der virtuellen Server zuständig. Für die physischen Server empfiehlt sich zum Beispiel der Einsatz von Sun Opteron Servern, das angebundene zentrale Storage wird je nach Anforderungen mit Komponenten von Hitachi Data Systems, Network Appliance oder Sun Microsystems realisiert. Darüber hinaus besteht natürlich immer auch die Möglichkeit, bereits vorhandene Hardwarekomponenten in die Lösung zu integrieren und somit bereits getätigte Investitionen zu schützen.
Kapselung bringt viele Vorteile
Die von Bacher Systems empfohlene Lösung auf Basis von VMware Produkten bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich, die sich aus der hervorragenden Kapselung der virtuellen Server ergeben. Jeder virtuelle Server ist durch seine Kapselung im Grunde nur mehr ein bestimmter Speicherzustand, der beliebig kopiert und transportiert werden kann. Wo genau auf der physischen Hardware die Bits und Bytes liegen, spielt keine Rolle mehr. Das bedeutet in weiterer Folge, dass ein virtueller Server zu jedem Zeitpunkt seinen Ort wechseln kann. Damit wird es zum Beispiel möglich, einen der physischen Server komplett zu leeren und eventuell notwendige Servicearbeiten durchzuführen. Wartung kann dadurch ganz einfach während der regulären Produktionszeiten durchgeführt werden, es gibt keine Downtime mehr. Ein weiterer Vorteil der virtuellen Server ist ihre flexible Konfiguration. Wenn sich die Anforderungen einer Applikation ändern, wird einfach der entsprechende virtuelle Server modifiziert - ganz ohne Hardwareumbauten. Und wenn gar einmal ein Dienst aufgelassen wird und damit ein Server frei wird, so wird er einfach gelöscht. Die frei werdenden Ressourcen können für andere, beliebige neue virtuelle Server genützt werden. Wie sich aus diesen Beispielen ablesen lässt, ist mit dem Einsatz von virtuellen Servern ein ganz neues Ressourcen-Management möglich. Diesem Umstand wird in den Lösungen von Bacher Systems mit einer zentralisierten Verwaltung aller virtuellen Server besondere Rechnung getragen.
